Nachrichten

Australien Buschfeuer erzeugen Gewitter, die mehr Feuer auslösen können

Australien Buschfeuer erzeugen Gewitter, die mehr Feuer auslösen können



We are searching data for your request:

Forums and discussions:
Manuals and reference books:
Data from registers:
Wait the end of the search in all databases.
Upon completion, a link will appear to access the found materials.

Australien kämpft seit September gegen sengende Buschbrände auf dem gesamten Kontinent, bei denen mindestens zehn Menschen getötet wurden, darunter ein freiwilliger Feuerwehrmann. Mehr als 12 Millionen Morgen landesweit versengt und umgekommen, scheint die Horrorgeschichte noch nicht vorbei zu sein.

Nach Angaben des Bureau of Meteorology verursachen die Waldbrände riesige Gewitter, die weitere Brände auslösen könnten. Die Buschfeuer wachsen so stark und massiv, dass sie ihre eigenen Gewitter erzeugen und ein seltenes und gefährliches Wetterphänomen verursachen. Diese Formationen werden als "Pyrocumulonimbus" -Wolken bezeichnet und von der NASA als "feuerspeiende Wolken" definiert. Und sie atmen tatsächlich Feuer.

Pyro-Cumulonimbus-Wolken haben sich heute Nachmittag in Ost-#Gippsland zu Höhen über 16 km entwickelt. Diese durch Feuer verursachten Stürme können Brände durch Blitzschlag, Glutschlag und die Erzeugung starker Windabflüsse verbreiten. # VicWeather # VicFirespic.twitter.com / gZN6sC7meU

- Bureau of Meteorology, Victoria (@BOM_Vic), 30. Dezember 2019

Das Satellitenmaterial der Japan Meteorological Agency zeigt den intensiven Rauch, der atmosphärische Wolken erzeugt.

SIEHE AUCH: LOKALE IN AUSTRALIEN, DIE VOM BUSHFIRE NACH WASSER ENTSTEHEN

Was ist ein Pyrocumulonimbus-Gewitter?

Ähnlich wie bei normalen Gewittern entsteht durch schnell aufsteigende Luft, die durch die Erwärmung der Luftsäule verursacht wird, ein Pyrocumulonimbus-Gewitter. Der Rauch kondensiert aufgrund der Menge an Wärme und Feuchtigkeit zu gefährlichen Gewitterwolken. Dies führt dazu, dass Glut anstelle von Wassertropfen vom Himmel fällt.

Die Bildung dieser Wolken erfolgt, wenn ein durch die Hitze des Feuers erzeugter Aufwind Rauch, Wasser und Asche in den Himmel saugt. Je höher diese Wolke ist, desto kühler wird sie. Infolgedessen bildet es eine "Feuerwolke", die aussieht und sich so verhält, wie sie regelmäßig Gewitter verursacht.

Diese Pyrocumulonimbus-Gewitter erzeugen häufig Blitze. Dies führt zu einem größeren Problem: Wenn der Sturm über das Land fegt, können die Elektrizitätsblitze neue Brände entzünden und die Waldbrände unwiederbringlich verbreiten.

Um Ihnen eine Vorstellung von dem möglichen Schaden zu geben, den diese Stürme verursachen, sagen wir einfach, dass ihre Federn so stark sind, dass sie Rauch in die Stratosphäre schießen können. Dies bedeutet, dass die Federn 6 bis 30 Meilen über der Erdoberfläche erreichen können.

Sie können eine in Aktion von diesem Video sehen.

Kann man sie bekämpfen?

Das Beängstigende ist, dass sie im Grunde nicht aufzuhalten sind. Wenn man sich mit einem konfrontiert sieht, wäre es klug, sich nicht in die Quere zu kommen.

Es gibt nur so wenig, was Notfallmannschaften tun können. Das Feuer des Kraftstoffs zu entziehen und darauf zu warten, dass es nachlässt, könnte die einzig gangbare Option sein.

Werden sie häufiger?

Früher ein ziemlich seltenes Ereignis, sind Pyrocumulonimbus-Gewitter in den letzten Jahren viel häufiger geworden. Ein Beispiel für ein solches Ereignis sind die Buschfeuer am Schwarzen Samstag in Australien im Jahr 2009, bei denen 173 Menschen ums Leben kamen.

Auch während der Brände in Canberra im Jahr 2003 haben Wissenschaftler vorausgesagt, dass der Klimawandel die Situation verschlechtern wird. Bedingungen wie hohe Temperaturen, starker Wind und wenig Feuchtigkeit helfen auch nicht. Wenn sich der Boden aufgrund des Klimawandels erwärmt und trocknet, können diese Stürme häufig auftreten und zu einem unregelmäßigen Brandverhalten und einer raschen Brandausbreitung führen.

Diese Sehenswürdigkeiten könnten Sie fragen lassen, ob die Erde erlebt, was die Venus einmal ertragen hat. Hoffentlich liegt ein blauer Himmel vor uns.


Schau das Video: Rettet die Tiere! Australien nach dem Feuer. DW Reporter (August 2022).