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Russland, ESA könnte die erste 3D-Mondkarte erstellen, um sich auf die Mondmission vorzubereiten

Russland, ESA könnte die erste 3D-Mondkarte erstellen, um sich auf die Mondmission vorzubereiten

Russland wird - in einer gemeinsamen Mission mit der Europäischen Weltraumorganisation - Berichten zufolge die erste topografische 3D-Karte des Mondes verwenden, um einen potenziellen Landeplatz einzugrenzen, falls zukünftige Kosmonauten jemals versuchen sollten, dort zu landen, berichtet RT.

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Der Direktor des russischen Weltraumforschungsinstituts Anatoly Petrukovich gab am Sonntag seine Pläne bekannt und fügte hinzu, dass die 3D-Karte laut RT mit Stereobildern erstellt und eine Auflösung von zwei bis drei Metern haben wird.

Auf einer russischsprachigen Website, Lenta.ru, heißt es grob: "Russland wird eine dreidimensionale Karte des Mondes erstellen und einen Ort für die Landung von [Kosmonauten] auswählen", was auf die Existenz von Plänen zur Landung von Menschen schließen lässt - vermutlich von Russland - auf dem Mond.

"Nach der Arbeit der amerikanischen Satelliten haben wir planare Karten der Mondoberfläche, aber hier erhalten wir mithilfe von Stereoverarbeitung und Lichtanalyse eine universelle Höhenkarte des gesamten Mondes mit hoher Genauigkeit", sagte Petrukovich. RT berichtet.

Die ESA bestätigt, dass sie mit Roscosmos - der russischen Weltraumagentur - zusammenarbeitet, um laut der ESA-Website über deren Luna-Missionen eine Reise zum Mond zu unternehmen.

Mondkarte

Wenn Russland eine 3D-Karte des Mondes erstellt, können russische Forscher die Mondstrukturen und ihre Geschichte untersuchen, was wiederum wichtige Informationen für zukünftige bemannte und unbemannte Missionen zum Mond liefert.

Petrukovich fügte hinzu, dass die Karte gegenüber heutigen "flachen" Karten mehrere Vorteile haben wird, wie eine größere Genauigkeit und Detailgenauigkeit der Höhe verschiedener Regionen des Hauptsatelliten der Erde.

Berichten zufolge plant Russland auch, in den 2020er Jahren eine Reihe von Rovers zum Mond zu schicken. Die erste Mission namens Luna-25 soll im Oktober 2021 starten. Zwei Jahre später wird der Luna-26-Orbiter, der angeblich für den Start im Jahr 2024 vorgesehen ist, eine bahnbrechende Untersuchung des Mondes durchführen.

Den Mond abbilden

Russland und die ESA werden dann laut ESA-Website weitere Landungen auf dem Mond durchführen. Insbesondere wird der Luna-27-Lander ein Jahr nach Luna-26 auf den Markt gebracht, größer als sein Vorgänger Luna-25.

"Mit einem europäischen System namens Pilot als Hauptnavigationssystem wird es zu einem herausfordernden Landeplatz fliegen, der näher am Mond-Südpol liegt", heißt es auf der ESA-Website.

Das optische Navigationssystem des Fahrzeugs verarbeitet Bilder vor Ort und identifiziert Landmarken wie Krater mithilfe einer Software, die der Gesichtserkennungstechnologie ähnelt. Wenn diese Missionen zum Mond wie geplant (oder gemeldet) voranschreiten, könnte sich in den 2020er Jahren unser visuelles, geologisches (mondlogisches?) Und chemisches Verständnis des Mondes revolutionieren.


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